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Holz ist ein traditionell geschätzter Baustoff. Aus ihm bestehen alte Böden und Dachstühle ebenso wie die Holzgerippe von Fachwerkhäusern. Im Falle von Scheunen und Blockhäusern ist Holz sogar nahezu das alleinige Baumaterial. Irgendwann jedoch, nach vielen Jahrzehnten, oft auch auch erst nach Jahrhunderten ist die Zeit für das Gebäude abgelaufen oder es stehen zumindest umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Damit das wertvolle, häufig in aufwändiger Handwerksarbeit verarbeitete Altholz dabei nicht verloren geht, wird es zunächst sorgfältig demontiert, grob gereinigt und von Fremdstoffen wie Nägeln befreit. 

So einzigartig wie vielfältig

Schon nach dieser ersten Bearbeitung zeigt das Altholz noch eindrucksvoller seine unverwechselbaren Merkmale. Neben Eiche kommen Fichte, Tanne und Kiefer am häufigsten vor. Jedes Stück hat seine eigene Struktur. Maserungen, Astansätze und farbliche Abstufungen gewinnen in Kombination mit den Spuren des Gebrauchs und der Zeit an Authentizität. Die Farbabstufungen gehen vom hellen Gelb und Dottergelb über Beige sowie Ocker zu Erd- und Dunkelbraun. Selbst Rot- sowie Grautöne und sogar Schattierungen in nahezu Schwarz sind möglich. Einzelne Oberflächen sind matter, andere glänzender. Einige sind rauer, andere wiederum glatter. Dazu kommen Verwitterungsspuren und Patina. Die Nuancen, in denen sich Altholz präsentiert sind schier endlos. Dennoch kann eine grobe Kategorisierung vorgenommen werden: 

Mit der Axt aus dem Stamm zum Balken geschlagen

Bevor Rundholz im Sägewerk zu Balken verarbeitet wurden, erfüllten diese Aufgabe Breitaxt und Muskelkraft. Altholz dieses Ursprungs trägt die Bezeichnung “handgehackt”. Es ist von Hieb-Spuren übersät und gibt oft einen betont stimmungsvollen Eindruck wieder. Bei geschnitten Althölzern unterscheiden sich Struktur und Optik derjenigen Schichten, die ursprünglich an der Oberfläche lagen, von denjenigen, die aus den Mittel-Bereichen stammen. Während die Qualität “Oberfläche” unter anderem durch ihre Patina auffällt, ist auch der “Mittelware” zwar ihr Alter anzusehen, Witterungsspuren oder andere Umwelteinflüsse aber weniger erkennbar. Verbreitet sind Oberfläche- und Mittelware-Altholz aus 100% Eiche sowie aus unterschiedlichen Zusammenstellungen von Fichte, Kiefer und Tanne. 

Altholz aus alten Böden, Außenverkleidungen und Verschalungen

Einen ganz eigenen Charme zeichnet Altholz aus, das teilweise über Generationen als Fußboden genutzt wurde. Hier haben sich die unzähligen Fußabdrücke seiner Nutzer quasi eingeprägt. Eingebrannt hingegen haben sich die Sonnenstrahlen in sonnenverbranntem Altholz. Über Scheunen, Hütten und Häuser, die mit ihm verkleidet waren, zogen zudem natürlich ebenfalls Wind und Wetter hinweg. Daher ist die Außenseite von diesem Altholz überaus stark von der natürlichen Gerbung oft in Grautönen geprägt. Als sägerau schließlich wird Altholz bezeichnet, das lediglich zugeschnitten, danach jedoch weder gehobelt noch geschliffen oder sonstwie geglättet wurde. Es wurde für Schalungen genutzt und wirkt durch seine grobe Oberfläche sowie matte Patina besonders ursprünglich. 

Welche Verarbeitungsstufen gibt es?

Die weitere Verarbeitung vom jeweiligen Altholz hat das Ziel, es auf seinen zukünftigen Verwendungszweck vorzubereiten und dabei seinen Charakter noch prägnanter herauszuarbeiten. Als Rohware bleibt das Altholz weitgehend im Originalzustand und wird lediglich zu Lamellen, Bretteren, Sparren oder Balken zugeschnitten. Wichtig hier ist, auf die angegebene Holzfeuchte zu achten. Bei der Angabe “außengelagert” oder “luftgetrocknet”, ist soviel Feuchte vorhanden, dass ein Schädlingsbefall vor der Neuverwendung möglich ist. Kammergetrocknetes Altholz hingegen ist auch als Rohware geschützt, sollte aber vor der erneuten Nutzung zusätzlich behandelt werden. Darüber hinaus kann das Altholz einer intensiveren Aufbereitung und Verarbeitung unterzogen werden. Dann wird es gehobelt und gegebenenfalls auch gebürstet sowie geölt, gebeizt oder geflammt. Zur Nutzung als Decken- oder Wandverkleidung beziehungsweise als Bodenbelag kommen meist Nut und Feder hinzu. Überdies ist Altholz nicht nur massiv erhältlich sondern beispielsweise für Türen auch verarbeitet zu 2- sowie zu 3-Schichtplatten. 

Wiederverwenung von Altholz: Wertvoll, umweltschonen, einzigartig

All dies geschieht beim Altholz in reiner Handarbeit. Schließlich hat jedes dieser Hölzer eine ganz eigene Persönlichkeit und will individuell behandelt werden. Mehr noch: Altholz ist ein ausgesprochen nachhaltiges Material. Weder für seine Demontage noch für seine Aufbereitung und Bearbeitung sind Emissions-intensive Maßnahmen erforderlich. Zudem findet keine Abholzung von Bäumen statt. Praxis ist außerdem Altholz möglichst regional zu verwenden. Neben seiner Nachhaltigkeit, Einzigartigkeit sowie handwerklichen Aufbereitung bietet Altholz eine ganze Reihe an weiteren Vorteilen: Es schafft in jedem Raum eine behaglich warme Atmosphäre und kann eine rustikale, eine anspruchsvoll moderne ebenso wie eine naturverbundene Ästhetik ausdrücken. Dazu kommt, dass Altholz innen wie außen als hochwertiges sowie langlebiges Material gestalterisch überaus vielseitig verwendbar ist. 

 

Was sind die typischen Einsatzgebiete von Altholz?

Altholz eignet sich ausgezeichnet als robuster Bodenbelag ebenso wie als Decken- und Wandverkleidung zur Schaffung eines markanten Landhaus-Stils. Hierfür gibt es Lamellen, Paneele, Fliesen und Dielen. Balken und Sparren können zudem als Träger oder als strukturgebende Gestaltungselemente eingesetzt werden. Überdies kommt insbesondere sonnengebranntes Altholz ganz hervorragend für die Außenverkleidung in Frage. Ausgezeichnete Anwendungsmöglichkeiten ebenfalls für Bretter und Platten gibt es ferner im Küchenbau sowie in der Gestaltung von Badezimmer oder Spa-Bereich. Abgerundet werden die Möglichkeiten der Raum- und Außengestaltung durch Treppen sowie Türen aus Altholz. 

Möbel- und Accessoire-Ideen aus Altholz

Ein weiterer Bereich, in dem Altholz Verwendung findet, ist der Möbelbau. Hier entstehen aus dem edlen Altmaterial Tischplatten, Bänke, Stühle sowie ganze Schrankfronten und Bettgestelle. Noch kreativer wird es im Bereich der Kleinmöbel und Accessoires. Da werden aus Rohware-Brettern praktische Wandregale, Hakenleisten für Schlüssel, Kleidung oder Tassen sowie dekorative Ständer für Blumentöpfe. Ausgehöhlte Balken dienen als Kerzenhalter. Alternativ kann ein Kabel durch den Balken gezogen und oben eine Fassung für eine Lampe eingebracht werden. Selbst das Stille Örtchen wird durch einen Deckel aus Altholz zum Designobjekt. Reizvoll ist ebenfalls die Kombination mit Schmiedeeisen beispielsweise zur Herstellung von Beistelltischchen, kleinen Schränkchen oder wuchtigen Schiebetüren.

Kann Eichenholz in Punkto Nachhaltigkeit und Optik mithalten?

Falls Sie einen rustikalen Look wünschen und dafür nachhaltiges Material bevorzugen, ist nicht in jedem Fall ein Rückgriff auf Altholz erforderlich. Auch Eichenholz erfüllt diese Bedingungen vollständig. So gilt in Deutschland das Waldgesetz, nachdem entnommenes Holz eins zu eins wieder aufgeforstet werden muss. Das Schlagen von Eichenholz erfolgt also klimaneutral sowie bei gleichbleibendem Waldbestand. Zertifiziertes Eichenholz legt die Messlatte nochmals höher. Zudem ist Eiche für ihre ländliche Optik sprichwörtlich. Bei Tischplatten zum Beispiel haben Sie die Wahl zwischen runden, ovalen und rechteckigen Modellen in verschiedenen Formaten. In der Regel sind sie hartwachsversiegelt sowie ebenfalls als Unikate erhältlich. Highlight: Eiche-Tischplatten mit Baumkante im betont urigen Stil.
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