Tischplatte aus verbranntem Holz – Köhlen – Carboris: Was steckt hinter diesen Begriffen?

Die Begriffe Carboris oder Köhlen stehen für eine traditionelle Form der Holveredelung. Aus dem asiatischen Raum sind hierfür die Begriffe Shou Sugi Ban oder Yakisugi bekannt. Auch wenn in diesem Zusammenhang von verbranntem Holz die Rede ist, geht es nicht darum, das Holz vollständig zu verbrennen. Ziel ist, die Holzoberfläche so zu behandeln, dass sie langsam verkohlt. Dieser Vorgang verändert nicht nur die Optik, sondern verbessert auch die Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen Umwelteinflüsse. Dadurch bietet karbonisiertes Holz außergewöhnliche und attraktive Möglichkeiten für die Gestaltung im Außen- und Innenbereich. Wird beispielsweise eine Tischplatte geköhlt, erhält sie dadurch ein charakteristisches, seidig schwarz glänzendes Aussehen.

Wo lässt sich verbranntes Holz einsetzen?

Verbranntes Holz oder Yakisugi ist eine attraktive Alternative für normale Holzbretter. Dank seiner widerstandsfähigen Oberfläche ist verbranntes Holz häufig im Außenbereich zu finden. Es verwittert langsamer als normales Holz. Zudem kommt es mit Witterungseinflüssen besser zurecht und ist weniger anfällig für Schimmel-, Pilz- oder Insektenbefall. Aufgrund der ungewöhnlichen Optik ist karbonisiertes Holz zudem ein begehrtes Material für die Gestaltung von Innenbereichen. Eine Yakisugi-Wandverkleidung ist ein exklusiver Blickfang für private, geschäftliche oder öffentliche Räumlichkeiten. Verbranntes Holz macht aus Möbeln oder Tischplatten edle Unikate. Für die Nutzung in Innenräumen wird es so behandelt, dass es nicht rußt.

Wie funktioniert der Prozess des verbrannten Holzes?

Bei der traditionellen japanischen Yakisugi-Technik werden zunächst drei Holzbretter zu einer Röhre zusammengebunden. Das Köhlen erfolgt durch brennendes Papier im Inneren der Röhre. Als Alternative hierzu nutzen wir bei meine-tischplatte.de einen Gasbrenner. Theoretisch könnte man auch – bei kleinen Flächen – einen Bunsenbrenner zum Abflammen der Holzoberfläche gebrauchen. Bei diesem Vorgang darf das Holz nicht anfangen zu brennen. Ziel ist, die Oberfläche zu verkohlen, bis sich die typische Schuppenstruktur bildet. Nach dem Köhlen und Ablöschen kann verbranntes Holz weiter bearbeitet werden, beispielsweise durch Bürsten und Ölen. Beide Varianten können Sie bei uns erhalten.

Warum eignet sich die Technik besonders für Tischplatten?

Eine massive Tischplatte geköhlt unterscheidet sich deutlich von normalen Tischplatten. Das Verbrennen erzeugt nicht nur die charakteristische schwarze Färbung. Gleichzeitig kommen die Eigenheiten des verarbeiteten Holzes noch deutlicher zur Geltung. Natürlich gewachsene Maserungen und Strukturen bleiben erhalten und verleihen ihm einen einzigartigen Charakter. Ein weiterer Vorteil ist die Unempfindlichkeit der Tischplatte. Geköhlt weist sie Flüssigkeiten ab und ist selbst gegen Flammen geschützt. Verbranntes Holz benötigt für die Konservierung keinerlei Chemikalien. Deswegen ist es für Innenräume sehr gut geeignet.

Woher kommt die Technik des verbrannten Holzes?

Die Technik, Holz durch Brennen zu imprägnieren, ist seit Jahrhunderten in vielen Kulturen bekannt, beispielsweise im Fernen Osten oder in Skandinavien. Seit einigen Jahren erfreut sich verbranntes oder karbonisiertes Holz unter den japanischen Bezeichnungen Shou Sugi Ban oder Yakisugi steigender Beliebtheit. Denn ganz gleich, ob Fassade, Regal oder Tischplatte: Geköhlt ist Holz ein faszinierendes Material.

Welche Holzarten sind geeignet?

Viele Holzarten eignen sich für das Köhlen. Jedoch erzielen einige Holzsorten bessere Ergebnisse als andere. Die Japanische Zeder ist das Ausgangsmaterial für traditionelle Shou Sugi Ban-Produkte. Natürlich lassen sich auch andere Zedernarten für verbranntes Holz verwenden. Zypressenholz ist ebenfalls eine gute Wahl. Von den einheimischen Hölzern lassen sich Fichte, Lärche und Kiefer ohne Schwierigkeiten verarbeiten, da sie relativ weich sind. Harte Holzarten wie Eiche oder Buche sind nach dem Verbrennen noch schöner als im unbehandelten Zustand. Sie ergeben zudem pflegeleichte und langlebige Yakisugi-Produkte. Soll eine Tischplatte professionell geköhlt werden, ist stets Massivholz der Ausgangspunkt.

Das können Sie bei meine-tischplatte.de erwarten
Made in Germany, nachhaltige Forstwirtschaft, 100 % Handarbeit

Jede Tischplatte aus verbranntem Holz, die wir anbieten, ist ein hochwertiges Einzelstück. Das Ausgangsmaterial beziehen wir aus deutschen Wäldern, die nachhaltig bewirtschaftet werden. So können Sie sicher sein, dass Sie nicht nur eine ausgesprochen schöne, sondern auch eine nachhaltig produzierte Tischplatte nach Maß erhalten. Unsere Werkstatt befinden sich ebenfalls in Deutschland. Jede Tischplatte aus verbranntem Holz stellen wir mit viel Sorgfalt in Handarbeit her. Durch die fachgerechte Verarbeitung können wir Ihnen eindrucksvolle, schwarz schimmernde Tischplatten von hoher Qualität anbieten.

FAQ

Wie lange hält das Holz, wenn es die verbrannte Oberfläche hat?

Karbonisiertes Holz hat eine wesentlich längere Lebensdauer als unbehandeltes Holz. Selbst Fassadenbretter halten bei Wind und Wetter mehrere Jahrzehnte.

Sind es alle Arten von Brettern, die verbrannt werden können?

Nicht jedes Brett eignet sich für das Köhlen. Dünne Bretter, geleimte Bretter oder Spanholz sind keine guten Ausgangsmaterialien für Yakisugi-Produkte.

Woher kommt der Baum?

Das Holz für jede Tischplatte aus verbranntem Holz stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft von Bäumen aus Wäldern in NRW.

Wie wird das Holz verbrannt?

Für das Verbrennen der Holzoberfläche wird ein Gasbrenner genutzt.

Wie wird das verbrannte Holz verarbeitet?

Unmittelbar nach dem Verbrennen wird die Holzoberfläche eingeölt, um diese zu verschießen. Der letzte Arbeitsschritt ist das Polieren des Yakisugi-Holzes.

Kann man Yakisugi-Holz selber machen?

Mit den richtigen Hölzern und geeigneter Technik kann man verbranntes Holz selbst herstellen. Professionelle Ergebnisse erfordern jedoch viel Übung und Erfahrung.