Tischplatte aus Altholz

Altholz als einzigartiger, aber anspruchsvoller und nicht ganz unbedenklicher Werkstoff für Tischplatten

Der Wunsch, die Umwelt zu schonen und vorhandene Ressourcen effektiver zu nutzen, findet die unterschiedlichsten Lösungen. Neben der Wiederverwertung von Rohstoffen (Recycling) ist die Umnutzung von Materialien (Upcycling) in aller Munde. Doch was bei Geldbörsen aus Getränkekartons, Gürteln aus Fahrradreifen oder Tragetaschen aus LKW-Plane hervorragend funktioniert, stößt bei Altholz und seiner Verwendung als Tischplatte an gewisse Grenzen.

Wenn von Altholz die Rede ist, hat jede/-r ein anderes Bild vor Augen. Während die einen das Gebälk eines Fachwerkhauses sehen, sind es bei anderen die Stämme einer Blockhütte oder die Latten eines Dachstuhls; bei wieder anderen können es alte Telegrafenmasten, Fußbodenbretter oder die Beplankung eines Schiffsdecks sein. 

Richtig sind alle diese Visionen, denn die genannten Objekte bestehen aus Holz, das nach verschiedenen Bearbeitungstechniken in Gebrauch genommen worden ist; nun aber entsorgt werden soll.

altholz

In diesem Sinne kann auch eine Tischplatte Altholz sein, sofern sie nicht mehr wie vorgesehen verwendet wird. Die charakteristischsten Merkmale des Materials sind sichtbare Bearbeitungs- und Gebrauchsspuren sowie starke bis sehr starke Verfärbungen.

Sie rühren von dem jahrzehnte- oder sogar jahrhundertelangen Dienst, den das Altholz als Tischplatte, Bodenbelag, Wandverkleidung oder Gebäudestütze geleistet hat. Dabei haben Umwelt- und Witterungseinflüsse eine einzigartige Patina entstehen lassen, die den Naturtönen des Materials interessante Schattierungen verleiht. Darüber hinaus treten Maserungen, Astaugen oder ähnliche individuelle Zeichnungen des Holzes oft stärker hervor.

Was sind die Vorteile von Tischplatten aus Altholz?

Als großer Pluspunkt des Materials gilt seine Wiederverwendung und die damit einhergehende Ressourcen-Schonung – verbunden mit dem Wegfall von Arbeits-, Lager- und Transportkosten. Auch das einzigartige Aussehen, das Altholz einer Tischplatte oder sonstigen Möbeln verleiht, ist bemerkenswert.

Wie entsteht eine Tischplatte aus Altholz?

Auf Grund seiner Geschichte und seines Aussehens erfreut sich der Rohstoff seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit. Doch ehe aus Scheunentoren, Dachbalken und sonstigem Altholz eine Tischplatte, ein Regalboden oder ähnliche Bauteile entstehen, muss es aufwändig bearbeitet werden. Da jedes Stück aus anderer Quelle stammt und unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt war, erfolgt dies meist manuell. Dabei treten die Vor- und Nachteile des Werkstoffs deutlich hervor:

Was sind die Nachteile von Tischplatten aus Altholz?

Dem gegenüber steht ein langer Bearbeitungs-Prozess, der sich aus dem Zustand des Altholzes ergibt. Meist ist es durch langen Gebrauch stark verschmutzt, ausgetrocknet oder feucht geworden – und daher von Schädlingen bedroht oder gar schon befallen. Vor allem aber hat der Rohstoff ein weitgehend unbekanntes Vorleben. Abhängig von seiner früheren Verwendung kann er Rückstände aufweisen, die das Altholz als Tischplatte unbrauchbar machen.

Welches Altholz eignet sich gut für Tischplatten?

In der Regel dient ein Tisch der Zubereitung oder Einnahme von Speisen bzw. als Schreib-, Abstell- oder Arbeitsfläche. Gelegentlich kommen Möbel dieser Art auch als Schminkplatz im Schlaf- oder Badezimmer zum Einsatz. In allen genannten Fällen haben Sie als Nutzer*innen direkten Kontakt zur Tischplatte.

Soll sie aus Altholz bestehen, muss es zwingend aus zuverlässiger Quelle stammen. Seine Herkunft und Geschichte müssen Ihnen ebenso bekannt sein wie die einzelnen Schritte des Bearbeitungsprozesses. Doch nur selten können Altholz-Händler oder Dachboden- und Scheunenfunde diesen Nachweis für sich erbringen.

Um sicher zu gehen, dass ein multifunktional genutztes Möbelstück schad- und reizarm ist, sollten Sie auf Rohstoffe mit zertifizierter Herkunft zurückgreifen. Eichenholz hat ein ebenso charismatisches Bild wie Altholz und bewirkt als Tischplatte das gleiche gemütliche Ambiente.

Kann ich eine Tischplatte aus Altholz selber bauen?

Sind Sie trotz unserer Ausführungen überzeugt sind, dass Altholz eine gute Wahl für Ihr Interieur ist, können Sie den Rohstoff selbstverständlich in Ihre Wohnräume integrieren. Dabei kommt es jedoch sehr auf die Form und Beschaffenheit des Materials an. Während sich ein antikes Nachtschränkchen relativ einfach zum Beistelltisch umarbeiten lässt, ist die Umarbeitung eines ganzen Türblattes wesentlich aufwändiger.

Besser, Sie geben dieses Vorhaben an einen Fachbetrieb mit leistungsstarken Werkzeugen und umfassendem Know-How ab. Auf Wunsch bereiten wir Ihr Altholz auf, um es zu einer Tischplatte weiterverarbeiten zu können.

Gibt es Tischplatten aus Altholz auch auf Maß?

Selbstverständlich können Sie in diesem Zusammenhang auch die Maße nennen, die Ihre zukünftige Tischplatte nach Maß aus Altholz haben soll. Je nachdem, wie lang und wie breit Sie sich das Bauteil wünschen, fertigen wir es aus einem Stück oder aus Segmenten des ursprünglichen Objekts. Bitte beachten Sie, dass die Stabilität und Haltbarkeit der Altholz-Tischplatte nach Maß leiden kann, wenn wir zu viele Teilstücke aneinander setzen müssen.

Passende Tischgestelle zu einer Tischplatte aus Altholz

Möchten Sie das entstehende Bauteil auf ein bereits vorhandenes Gestell setzen, sollten Sie zuvor dessen Tragfähigkeit prüfen. Eine Tischplatte aus Altholz bringt einiges an Gewicht auf die Waage bzw. die Tischbeine. Sehr viel sicherer ist es, ein geeignetes Gestell aus unserem Sortiment zu wählen. Hier können Sie sich zwischen verschiedenen Stilen, Farben und Materialien entscheiden, die Ihre Altholz-Tischplatte harmonisch zur Geltung bringen und den besonderen Charakter des Materials unterstreichen.

tischplatte altholz